der blob

es gibt b-movies in der großen weiten welt, die das prädikat b-movie eigentlich nicht verdient haben, da sie, subjektiv betrachtet, den unter “fachleuten” als hollywood-blockbuster bezeichneten überschminkten mist um einiges überlegen sind. wenn man sich auch manchmal schmunzelnderweise bei der betrachtung von ein paar schnüren an denen die fliegende untertasse hängt erwischt, ist doch zumindest alles irgendwie mit liebe und einfallsreichtum gemacht.

leider trifft auf den film “der blob” höchstens das ding mit der liebe zu und da bin ich mir auch nicht so sicher.

es handelt sich um eine alteingesessene handlung, die auch schon oft super funktioniert hat. “irgendetwas” fällt aus dem all auf die erde, ein paar teenager, welche gerade zufällig irgendwo in der pampa im auto sitzen und ganz romantisch zum himmel schauen, kriegen es mit und ein hillbilly findet das ding aus dem all…somit hätten wir alle ingredienzien zusammen und man sollte meinen “mensch, daraus läßt sich doch was machen!”.

nicht so in diesem film nicht nur das sich die handlung auf eine dermaßen langweilige weise entspinnt und man sich nicht nur einmal fragt, ob die lichtsetzung jetzt wirklich ernst gemeint ist, auch das monster ist ein ausbund an einfallslosigkeit…

ich hatte bevor ich den film endlich mal gesehen hatte, kein bild zum blob gesehen. normalerweise begegnet einem sowas ja immermal zufällig, aber jetzt weiß ich auch warum. typischer fall von “plakat geiler, als rest!”

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4 thoughts on “der blob

  1. Kennst du “Feinde aus dem Nichts” (Val Guest, 1957) oder “Caltiki – Rätsel des Grauens” (Riccardo Freda/Mario Bava, 1959)? Das könnte vielleicht schon eher deiner Vorstellung eines unförmigen Monstershockers entsprechen. Der Blob ist halt nicht der unfreiwillig komische B-Movie an sich, sondern eher eine Parodie auf das Genre durch die Übertreibung einzelner Merkmale.

  2. das mit der parodie hör ich zum ersten mal. was bringt dich zu dieser aufrührerischen erkenntnis? denn das würde den film in ein ganz anderes licht setzen. ich habe ihn jedoch eher in die teenage-horror-ecke gesteckt, wie beispielsweise “the she-creature” oder “the spider”, was auch zeitlich ganz gut passen würde und setzt man diese filme gegeneinander befindet sich “der blob” doch recht weit unten.
    die schmankerl die du hier nennst, hab ich leider noch nicht in meinem repertoire, werde aber mal meine fühler danach ausstrecken, wobei ich grad nicht so genau weiß was du mit “unförmigem monstershocker” meinst.
    ich bin gerade für die förmigen monster wie “giant claw” oder “blumen des schreckens” immer zu haben.

  3. Sternenrotz

    Was für eine diffamierende Beschreibung dieses wunderbaren Films, der einfach alles hat: ein Fragezeichen am Ende, einen aktuellen Bezug zur Klimaerwärmung, gutherzige Teenager, ein Autorennen im Rückwärtsgang, einen Lehrer, der in seine Schule einbricht … und eine riesige künstliche Titte als Monster.

    Gut, wahrscheinlich wurde er von einer Herstellerfirma für Feuerlöscher prodoziert, wie Evolution damals von head&shoulders aber dafür … gibt es einen Hund.

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