get to know your limits – painstation

neue stadt, neues glück und holla so viel zu entdecken. unsere neue, alte heimat ist uns nicht unbekannt, da wir immer in der gewissheit aufgewachsen sind, dass die große stadt gleich um die ecke ist, aber das ist wahrscheinlich sogar das schlimmste was einem stadt-menschen-menschen-stadt-verhältnis passieren kann.

wenn man wollte dann könnte man ja und manchmal hat man ja auch gewollt, aber im gros musste man ja nicht. so war es jedenfalls aus meiner perspektive. aber zum glück…ZUM GLÜCK muss man jetzt!!!

kiez bzw. stadt entdecken ist somit eine meiner neuen lieblingsbeschäftigungen, neben tagelang auf einen moment zu warten an dem man mal nen schickes mittagsschläfchen einschmeißen könnte (ein dreifaches yay an mein vergangenheits-studenten-ich).

über die tatsache, dass man sich in unserer nachbarschaft innerhalb von geschätzten 200m um die ganze welt essen kann, werde ich ein anderes mal berichten und stattdessen mit dem sonntagsentertainment starten. das vergangene wochenende bot neben diversen anderen schweinereien und schön viel besuch auch das computerspielemuseum.

lange rede, kurzer sinn…ich bin noch nicht so lange wie manch anderer in meinem bekanntenkreis mit konsolen bekannt und flippe deswegen nicht komplett weg, wenn ich DIE konsole aus der steinzeit des digitalen unterhaltungsmediums sehe. deswegen kann ich leider keine auskunft über die vollzähligkeit der ausgestellten zeitfresser geben. aber allen mit anwesenden hat es sehr gut gefallen und mir hat es unheimlich viel spaß gemacht. insbesondere die tatsache, dass man sich mehr oder minder durch die historie der entwicklungen spielen kann, fand ich super und durchaus angemessen für ein museum dieser art.

neben den fast schon grenzwertig coolen spielautomaten, wird mir jedoch die ‚painstation‘ in erinnerung bleiben, die ich vorher nicht kannte. für idioten wie mich, hier kurz das spielprinzip:

eigentlich spielt man mit einem „freund“ seiner wahl die ganze zeit nur eine abwandlung von pong (man stupst nen punkt hin und her)…so weit so langweilig…dabei hält man mit der linken hand zwei knöpfe gedrückt. wenn man sie über ein paar sekunden loslässt hat man verloren. diese annagelungstaktik sorgt dafür das die hand auch ja da ist wo sie sich bei diesem spiel befinden muss, denn wenn man sich mal verstupst und der punkt eines von den fiesen kästchen trifft, wird man bestraft und das wahlweise mit hitze, stromstößen oder einer kleinen, aber ziemlich fiesen peitsche.

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nach etwas zaudern habe ich es dann auch probiert und muss leider gestehen, das ich nicht annähernd so lange wie die anderen beiden durchgehalten habe. da ich nicht ins kalte wasser gesprungen bin, wusste ich vom zusehen was mich erwartet, aber leider nicht wie weh das ganze nun tun wird, was einen schon vorher ganz schön nervös machen kann. letztendlich kann man wohl sagen das es vom eigenen schmerzempfinden abhängt. denn während die anderen die stromstöße schlimmer fanden, fand ich die noch ok, aber die peitsche ging garnicht. das hat echt weh getan. Allerdings zweifle ich auch an dem schmerzempfinden der anderen beiden, da meine hand nicht annähernd so schlimm ausgesehen hat und ich viel früher aufgeben musste.

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ende vom lied: man sollte alles mal probiert haben. es ist aber auf jeden fall schmerzfreier zuzugucken als sich selber zu quälen. aber nichtsdestotrotz ein riesen ‚daumen hoch‘ für das computerspielemuseum berlin.

Anmerkung: man muß 18 sein und eine einverständniserklärung unterschreiben, um mit dem ding im museum spielen zu dürfen.

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die prüfung der tausend schmetterlinge

was sich anhört wie die worte eines kung fu-meisters zu seinem schützling (wahrscheinlich hat das wochen-ent-ertainment mit dem film ‚the grandmaster‘ doch tiefer inspiriert), ist eine aufgabe die ich mir selbst gestellt habe.

der grundstein dafür wurde wahrscheinlich schon letztes jahr in hiroshima gelegt, wo ich endlich den tieferen sinn hinter dem brauch der papierkraniche erfahren habe und mich noch selber sagen höre: ‚wow…so viel geduld muss man erstmal haben! könnt ick nich!‘

nun ist mir die ganze aktion wieder auf s brot geschmiert worden als ich den blogpost von magical daydreamgelesen habe. die tatsache dir selber solch eine aufgabe zu stellen und das werk in deinem zimmer zu horten, ist eine sache (da würde ich mächtig ärger kriegen o.O). die tatsache dir solch eine aufgabe zu stellen und sie mit anderen zu teilen, ist eine ganz andere. man sieht im ergebnis natürlich nicht das große ganze, in meinem fall 1000 papierschmetterlinge, aber ich mag den gedanken, das sich vielleicht irgendjemand darüber freut.

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also habe ich mich dazu entschlossen, in einem jahr 1000 schmetterlinge aus papier zu falten und sie entweder an menschen die zufällig vor mir stehen zu verschenken oder sie an, meiner meinung nach, passenden orten sitzen zu lassen. das alles in der hoffnung das mindestens einer von diesen tausend, es schafft jemandem den tag zu versüßen. ich werde bei dieser ganzen aktion nur den 1. und den 1000. behalten und, vorausgesetzt ich denke mal dran immer einen stift bei mir zuhaben, werde ich ihnen die jeweilige nummer in ihren kopf schreiben.

ich freue mich auf diese aufgabe und bin ziemlich gespannt ob ich es schaffe. welche aufgaben habt ihr euch gestellt? und habt ihr es geschafft?

back to business

ok wow…das  leben kann so aufregend sein, wenn es will.

hier eine kurzversion der letzten drei monate:

  1. ich bin fertig…fix und fertig…ich muss keine vorlesungen mehr besuchen, mich nicht mehr mit den attitüden von irgendwelchen professoren rumärgern und ich bin nicht mehr von der willkür abhängig, die ein hochschulbetrieb so mit sich bringt…yay
  2. in meiner masterarbeit habe ich (für mich) absolutes neuland betreten, es gab viele zweifel (auch von meiner seite) und einwände, aber ich habe es durchgezogen und ein furioses ergebnis erzielt
  3. ich werde jetzt für meinen blödsinn bezahlt…ja, ja
  4. das schnecki war unheimlich fleißig und hat auch ne neue arbeit gefunden und zwar…
  5. damit wir zusammen umziehen konnten
  6. wir haben ne wohnung gefunden und sind wieder in richtung heimat gezogen…berlin (über wohnungssuche in berlin könnte man eigentlich ein ganzes buch schreiben, denn leute das ist echt nicht lustig)
  7. unser umzug hat aufgrund der verschiedenen arbeitsorte und den fristen geschlagene zwei monate gedauert. das hört sich vielleicht super entspannt an, aber mit dem hausstand von zwei 90jährigen und der ständigen pendelei, war es das gegenteil
  8. es soll ja möglich sein, ein umzugsunternehmen mit seinem kram loszuschicken oder sich urlaub zu nehmen oder auch beides. wir haben nichts von beidem gemacht…wir sind schon ganz schön bescheuert.

komisch…jetzt wo ich es geschrieben vor mir sehe, sieht das garnicht mehr so viel aus. aber es fehlen natürlich auch die ganzen schönen zwischenmomente, das glück (was uns in den letzten monaten dabei geholfen hat, das alles umzusetzen), die unzähligen neuerungen, die kleinen und großen dramen und vorallem die freude auf das neue, die einen trotz der unendlichen müdigkeit immer weiter vorangetrieben hat. ich bin stolz darauf dass wir das gemacht und geschafft haben. ich habe das glück die beste unterstützung der ganzen welt an meiner seite zu wissen und dafür danke ich dir, schnecki.

jetzt aber genug mit der gefühlsduselei und auf zu neuen ufern…